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Ricas Fantastische Bücherwelt

Herzlich Willkommen in meiner fantastischen Bücherwelt!

 

Hier erwarten Euch Büchertips, monatliche Neuerscheinungen, Rezensionen, Autoreninterviews, Lesungsberichte uvm.

"Spezialisiert" bin auf Fantasybücher, Dystopien und historische Romane. Gerne schnupper ich aber auch mal in andere Genres hinein ;)

 

Zu meinem eigentlichen Blog geht es hier entlang:

 

http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/

 

Ich hoffe, Ihr habt Spaß und kommt mich mal besuchen :)

 

Eure Rica

[Rezension] Wo die Nacht beginnt von Deborah Harkness

Wo die Nacht beginnt - Deborah Harkness

Die Autorin: Deborah Harkness
Originaltitel: Shadow of Night
Titel: Wo die Nacht beginnt
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: Blanvalet
Format: Hardcover
Seitenzahl: 800
ISBN-10: 3764504676
ISBN-13: 978-3-764-50467-0
Preis: 19,99 € 

 

 

Inhalt

 

Nachdem Matthew und Diana in die Vergangenheit geflohen sind, sehen sie sich mehr Problemen gegenüber gestellt als erwartet. Das fängt schon damit an, dass der historische Matthew einfach ganz verschwindet, wodurch unweigerlich der Verlauf der Zeit verändert wird. Doch nicht nur Matthew hat zu kämpfen, denn Dianas gerade entdeckten Kräfte verändern sich und sie fürchtet sich vor dem, was aus ihr wird…
 

 

Eigene Meinung

 

Wo die Nacht beginnt“ von Deborah Harkness ist eine würdige Fortsetzung, die alle meine Erwartungen übertroffen hat.

 

Nahtlos knüpft die Geschichte am Vorgängerband an und auch ich hatte keinerlei Einstiegsschwierigkeiten. Der Schreibstil zog mich gleich wieder in seinen Bann und Harkness' bildgewaltige Sprache beeindruckte mich schon auf den ersten Seiten. Die Mischung aus personalem Erzählstil und der Ich-Perspektive ist nur eine der vielen Besonderheiten, die dieses Werk ausmachen. Besonders gefallen hat mir die kurze Zusammenfassung des ersten Bandes, die man am Anfang des Buches findet.

 

Die Charaktere überzeugen mal wieder auf ganzer Linie. Während sich Claire und Matthew notgedrungen weiterentwickeln und natürlich weiterhin als Protagonisten fungieren, treten die altbekannten und liebgewonnenen Nebenfiguren in den Hintergrund. Ihnen sind nur wenige Schlüsselszenen gegönnt, die die Verbindung zur „heutigen“ Zeit stellen. Dafür lernt man viele neue Gestalten kennen, darunter auch historische Figuren, die man in diesem Licht bestimmt noch nicht betrachtet hat. Mit einer unglaublichen Leichtigkeit haucht Harkness diesen neuen Figuren Leben ein und man kriegt das Gefühl, diese Personen persönlich zu kennen.

 

Bevor ich mich dieses Wälzers annahm, musste ich mich erstmal überwinden. Das hatte rein gar nichts damit zu tun, dass ich es nicht lesen wollte, genau genommen wollte ich nach der Lektüre des ersten Bandes nichts anderes tun, aber es wurden doch schon viele Stimmchen laut, die behaupteten, dass die 800 Seiten im zweiten Band viel zu viel waren – und da hatte ich Angst. Angst davor, wieder einmal von einer Fortsetzung enttäuscht zu werden.

 

Tja, selten war meine Angst so unbegründet. Schon nach wenigen Seiten hat mich die Atmosphäre gepackt, die Harkness erzeugt und ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe 3 Tage lang jede freie Minute mit lesen verbracht, während der Arbeit darüber nachgedacht wie es weitergeht und des Nachts von Dianas Kampf mit der Magie geträumt. Ich habe mit ihr gelitten, geliebt, gelacht und geweint und für mich waren diese 800 Seiten noch viel zu wenig!

 

Hatte man es im ersten Band noch mit einer fantastischen Liebesgeschichte zu tun, wird man nun mit einer klassischen Zeitreisethematik und den daraus folgenden historischen Elementen konfrontiert. Die Vielfältigkeit dieser Trilogie ist einzigartig und spricht so natürlich auch ein breites Publikum an.

 

Die Geschichte ist in 6 Teile gegliedert, dabei spielen 95% in der Vergangenheit. Doch die wenigen Szenen in der Gegenwart sind die Bindeglieder zum ersten Band, die Brücke zwischen den Zeiten und diese sorgten ein ums andere Mal für Gänsehaut bei mir. Zu sehen, welche Auswirkungen Dianas und Matthews Verhalten in der Vergangenheit auf die Zukunft hatte, ist einfach faszinierend.

 

Große Emotionen verbergen sich mal mehr, mal weniger offensichtlich zwischen den Zeilen und wer sich drauf einlässt, kriegt viel geboten!

 

Fazit

 

 

Deborah Harkness’ „Wo die Nacht beginnt“ ist eine meisterhafte Fortsetzung, die für mich auch gut und gerne noch mal 800 Seiten hätte haben können. Altbekannte Charaktere muss man zwar dieses Mal missen, dafür kriegt man eine unglaubliche Anzahl an neuen und überhaus lebhaften Figuren geboten. Die Atmosphäre dieses Werkes ist einzigartig und schlägt den Leser in seinen Bann - da ist eine Warnung vor Suchtgefahr geboten! Die Liebesgeschichte ist berührend und realistisch; die Magie allgegenwärtig und doch alles andere als aufdringlich. Für mich ist diese Reihe ein Must-Read für jeden Fantasyfan, Zeitreisefan und selbst die Historiker unter uns kommen nicht zu kurz. 5/5 für dieses Meisterwerk!

 

 

Die Autorin

 

 

© Vania Stoyanova

 

Deborah Harkness ist Professorin für europäische Geschichte an der University of Southern California in Los Angeles. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie bereits mehrfach Stipendien und Auszeichnungen. Sie schreibt außerdem ein preisgekröntes Wein-Blog (goodwineunder20.blogspot.com).  

 

Die Reihe

 

  1. 1. Die Seelen der Nacht / A Discovery of Witches
  2. 2. Wo die Nacht beginnt / Shadow of Night
  3. 3. ??? / ???

 

Originalcover 

 

 

 

Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/05/rezension-wo-die-nacht-beginnt-von.html

[Rezension] Mythica 04 - Göttin des Lichts von P. C. Cast

Göttin des Frühlings (Mythica, #4) - P.C. Cast

Autorin: P. C. Cast
Originaltitel: Goddess of Spring
Dt. Reihentitel: Mythica Reihe
Dt. Titel: Göttin des Frühlings
Dt. Erstausgabe: 02/2013
Verlag: Fischer FJB 
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 464
ISBN-10: 3596193842
ISBN-13: 978-3-596-19384-4
Preis: 8,99 €

 

 

 

Inhalt

 

Nachdem sich ihr Buchhalter verkalkuliert hat, hat Carolina ein Problem. Die beste Option, um dem finanziellen Ruin zu entgehen, wäre noch der Verkauf der Bäckerei, aber das kommt für Lina gar nicht infrage, immerhin ist „Pani della dea“ ihr Herzensprojekt. In ihrer Verzweiflung bittet sie die große Göttin Demeter um Hilfe, nichtsahnend dass ihre Gebete auch prompt erhört werden. So findet sie sich plötzlich in Persephones Körper wieder, mit der Aufgabe betreut, den Frühling in der Unterwelt zu repräsentieren. Lina redet sich ein, es sei ein Deal wie jeder andere – ein Deal, aus dem sie nur Profit schlagen kann – doch keiner hat sie davor gewarnt, wie heiß der „Höllenfürst“ tatsächlich ist…
 

Die Protagonistin

 

Carolina Francesca Santoro ist eine fleißige Geschäftsfrau Mitte 30, die der Liebe abgeschworen hat. Dafür bedeutet ihr ihre heißgeliebte Bäckerei nahezu alles, umso verbissener kämpft sie um deren Erhalt. Von Geburt an hat sie eine scheinbar magische Verbindung zu Tieren und kann göttinnengleich backen.
 

Eigene Meinung

 

Mit „Göttin des Frühlings“, dem 4. Band ihrer Mythica-Reihe, konnte mich P. C. Cast seit langem mal wieder von sich überzeugen.
 
Der Schreibstil ist gewohnt locker, jugendlich und bildlich. Die Geschichte wird im personalen Erzählstil aus Sicht von Hades und Lina erzählt, zeitweise auch von Demeter und Persephone.
 
Die Charaktere sind sehr sympathisch und ausgewogen. Vor allem mit Lina hat Cast eine Protagonistin geschaffen, in die man sich gerne hinein versetzt. Auch die Nebenfiguren können sich sehen lassen – sie sind interessant, individuell und unterhaltsam. Mag sein, dass sie meist vorhersehbar und erwartungsgemäß handeln, aber das stört in dem Fall gar nicht so.
 
Die Geschichte verlief etwa zur Hälfte genau so wie ich es erwartet habe, war dabei aber wirklich nett zu lesen. Ab einem gewissen Punkt zog Cast plötzlich das Tempo an und wartete mit vielen überraschenden Wendungen auf. Es ist eine Geschichte mit viel Gefühl, deren sinnliche Atmosphäre in genau dem richtigen Maße auf den Leser transportiert wird. Leider gibt es einige gravierende Logikfehler was das Zusammentreffen der Mythologie auf unsere heutige Welt betrifft, allgemein hat sich Cast die griechische Mythologie arg zurecht „gemauschelt“.
 
Das Berührende an diesem Roman ist aber die wirklich romantische Frage, was Liebe wirklich bedeutet. Liebt man den Körper oder die Seele?
 

Fazit

 
P. C. Casts „Mythica – Göttin des Lichts“ konnte mich nach langer Zeit endlich mal wieder von sich überzeugen. Die Geschichte ist charmant, romantisch, sexy und regt sogar ein bisschen zum Nachdenken an. Zum Schluss musste ist sogar fast ein Tränchen verdrücken und das ist bei diesem Genre eher selten. Die Mythologie mag etwas verdreht sein, trotzdem trifft Cast den Kern der Sache und alles in allem habe ich dieses Buch mit einem zufriedenen Lächeln beendet. Dafür erhält das erste Cast-Buch seit langem 5/5 Bücher!

 

Die Autorin

 
 
Die erfolgreiche Autorin der "House of Night"-Serie hat nach ihrer Karriere in der US Air Force fünfzehn Jahre als Highschool-Lehrerin gearbeitet, bevor sie begonnen hat, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Die Bücher der New York Times-Bestsellerautorin sind vielfach ausgezeichnet worden. P. C. Cast lebt mit ihrer Tochter und Ko-Autorin in Oklahoma.
 

Die Reihe

Mythica Reihe
 
  1. 1.Göttin der Liebe
  2. 2.Göttin des Meeres
  3. 3.Göttin des Lichts
  4. 4.Göttin des Frühlings
  5. 5.Göttin der Rosen
  6. 6.Göttin des Sieges
  7. 7.Göttin der Legenden
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/05/rezension-mythica-04-gottin-des.html

[Rezension] Im Schatten des Mondkaisers von Bernd Perplies

Im Schatten des Mondkaisers - Bernd Perplies

Autor: Bernd Perplies
Dt. Reihentitel: Carya Trilogie
Dt. Titel: Im Schatten des Mondkaisers 
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: Egmont Lyx 
Format: Hardcover
Seitenzahl: 544
ISBN-10: 3802586387
ISBN-13: 978-3-802-58638-5
Preis: 19,99 €

Inhalt

 

Nachdem Carya und ihre Eltern von Jonan, Pitlit und den Mutanten gerettet wurden, fliehen sie erstmal in deren Dorf. Dass sie dort nicht lange sicher sind, war ihnen von Anfang an klar, nur ahnten sie nicht wie schnell sie weiterziehen müssen. Die Mutanten ziehen in die Berge doch für Carya steht fest, dass sie den ominösen Koordinaten folgen muss, die sie in einer "Vision" erhalten hat. Somit heißt es wieder einmal Abschied nehmen und Carya, Jonan und Pitlit steht der lange Weg bis nach Francia bevor, denn die Koordinaten liegen mitten in Paris - dem Reich des Mondkaisers...
 

Eigene Meinung

 

Mit "Im Schatten des Mondkaisers" konnte mich Bernd Perplies gleich wieder in seinen Bann ziehen. Wider Erwarten hatte ich keinerlei Einstiegsschwierigkeiten und das wenige, das ich doch vergessen hatte, wurde mir wieder ins Gedächtnis gerufen.
 
Perplies Schreibstil ist ansprechend, bildhaft und flüssig. Seine Wortwahl adäquat; die Syntax komplex, dabei aber nicht zu ausschweifend. Die Handlung wird im personalen Erzählstil aus Sicht von Carya und Jonan in der 3. Person erzählt.
 
Die Charaktere, die uns in Arcadion schon ans Herz gewachsen sind, erwärmen dieses gleich wieder.
 
Carya hat eine unglaubliche Entwicklung durchlebt, die noch lange nicht vorbei ist. Aus dem schüchternen Mädchen ist eine Kämpferin, eine Anführerin geworden, die die Verantwortung für die Menschen in ihrem Umfeld übernimmt. Die Frage nach ihrer Herkunft treibt sie verbissen voran, vor allem weil sie Angst vor dem hat, was aus ihr werden könnte.
 
Jonan steht Carya weiterhin zur Seite, seine Liebe zu ihr ist ungebrochen. Er akzeptiert ohne weiteres, die Führungsposition an Carya abzugeben und hat gelernt, auf seine Freunde zu vertrauen, auch diese weder seine Kampferfahrung noch eine ähnliche Ausbildung genossen haben. Weiterhin plagen ihn die Gräueltaten, die er im Auftrag des Lux Dei verbrochen hat und er versucht stets, mit guten Taten Buße zu leisten.
 
Pitlit ist auch in diesem Band der Held der Herzen. Durch seine ungezwungene, humorvolle Art kann er jeder Situation einen Lacher abgewinnen.
 
Auch viele neue Figuren betreten die Bühne; allesamt charismatisch, vielseitig und lebendig.
 
Die Geschicht selbst knüpft nahtlos an den Vorgänger an und steht diesem in nichts nach. Wieder einmal hat man an keiner Stelle eine Ahnung, in welche Richtung sich das Geschehen entwickelt bzw. wenn man eine hat, liegt man zu 90 % falsch. Hält den Leser das nicht bei der Stange, kriegt man noch genügend Action, Geheimnisse und einen tollen Spannungsbogen gebogen. Das alles nebenbei in einem tollen Setting, denn Perplies bildgewaltigen Beschreibungen zum Dank fühlt man als würde man das dystopische Paris selbst erleben, durch die ehrwürdigen Hallen Versailles streifen und gegen Piraten eine "Seeschlacht" bestreiten. 
 
Die Liebesgeschichte macht hier einen nicht unerheblichen Anteil aus, fügt sich dabei aber so gut in die Geschichte ein, dass es an keiner Stelle störend wird. Selbst der Ansatz einer Dreiecksgeschichte entbehrt jedes nervigen Klischees. Dafür wird Jonan und Carya zumindest der Raum gewährt, den die Romantiker von uns beim ersten Band vermisst haben.
 
Das Wichtigste darf ich natürlich nicht vergessen: die Frage, die uns alle beschäft hat, wird endlich beantwortet. Über Umwege und einigen falschen Fährten erfährt man endlich, was es mit Caryas Vergangenheit auf sich hat..doch das müsst Ihr selbst herausfinden!
 

Fazit

 

 

Bernd Perplies "Im Schatten des Mondkaisers" ist eine würdige Fortsetzung, dass es weder eines amerikanischen Autors, noch eines amerikanischen Settings bedarf, um eine tolle dystopische Trilogie zu schaffen. Lebhafte Charaktere, Europa in neuem "Glanz, eine unaufdringliche Lovestory und eine spannende Geschichte erwarten den Leser und ich kann nur jedem eine klare Leseempfehlung geben. 5/5 Bücher!
 

Der Autor

Bernd Perplies, geboren 1977 in Wiesbaden, studierte Film- und Literaturwissenschaft in Mainz. Parallel zu einer Anstellung beim Deutschen Filminstitut (DIF) in Frankfurt am Main, wandte er sich nach dem Studium dem professionellen Schreiben zu. Heute ist er als Schriftsteller, Übersetzer und Journalist tätig. Er ist Redakteur der Website Ringbote.de sowie des "Corona Magazine" und gehört zum Übersetzungsteam der "Star Trek"-Romane von Cross Cult. Im August 2008 kam sein Debütroman "Tarean - Sohn des Fluchbringers" auf den Markt, weitere Werke folgten."Drachengasse 13" ist sein erstes Kinderbuch. Bernd Perplies lebt in Wiesbaden, zusammen mit etwa 1000 Büchern und einer einzelnen tapferen Grünpflanze.
Mehr über ihn erfahrt ihr auf: www.bernd-perplies.de
 

Die Reihe

  1. Flammen über Arcadion
  2. Im Schatten des Mondkaisers
  3. Das geraubte Paradies (erscheint im September 2013)
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/05/rezension-im-schatten-des-mondkaisers.html

[Rezension] Rush of Love 01 - Verführt von Abbi Glines

Rush of Love - Verführt  - Abbi Glines, Heidi Lichtblau

Autorin: Abbi Glines
Originaltitel: Fallen too far 
Dt. Reihentitel: Rush of Love Dilogie
Dt. Titel: Verführt 
Dt. Erstausgabe: 05/2013
Verlag: Piper 
Seitenzahl: 240
ISBN-10: 3492304389
ISBN-13: 978-3-492-30438-2
Preis: 8,99 €

 

 

Inhalt

 

Nach dem Tod ihrer Mutter ist Blaire notgedrungen auf die Hilfe ihres Vaters angewiesen, der sie damals für eine andere Familie verlassen hat. Dieser schickt sie zu einer Adresse, die sich als Standort einer Villa entpuppt. Dort wartet nicht wie erwartet ihr Vater, sondern der unfassbar heiße Rush of sie, bei dem sie dann vorübergehend wohnen darf. Beiden ist klar, dass sie der gegenseitigen Anziehung nicht nachgeben dürfen, doch ist das gar nicht so leicht, wenn man unter demselben Dach wohnt. Allerdings ist das noch das kleinse Problem, denn Rush hat ein Geheimnis, das Blaires Leben für immer zerstören wird...

Charaktere

 

Blaire ist laut Aussagen der hiesigen Kerle die reinste Sexbombe, nimmt sich selbst aber gar nicht so wahr. Männer spielten in ihrem Leben bis dato auch keine große Rolle, abgesehen von ihrem Ex, der sie verlassen hat als ihre Mutter im Sterben lag. Daraufhin schmiss sie die Highschool, suchte sich einen Job und verbrachte zwei Jahre mit der Pflege ihrer Mutter. Da das Geld nicht reichte, musste Blaire sogar das Haus ihrer Oma verkaufen, sodass ihr zum Schluss nicht mehr blieb als ihr Truck, ihre Pistole und metaphorisch die Kleidung am Leib. Demut und Sparsamkeit sind ihr also nicht fremd, Rushs dekadentes Partyleben hingegen geradezu suspekt...
 
Rush ist als Sohn einer Rocklegende großgeworden. Dementsprechend reicht ist er und sein Auftreten macht dem eines Rockstars alle Ehre. Sein Image als Bad Boy hegt und pflegt er, im Hintergrund engagiert er sich aber für Hilfsorganisationen und für seine Stiefschwester Nan wurde er alles tun. Dass gerade dieses "alles" Blaire zerstören wird, har vorher nicht bedacht...
 

Eigene Meinung

 

"Rush of Love - Verführt" von Abbi Glines macht seinem Namen alle Ehre - es ist kurz, rasant und voller knisternder Emotionen.

Der Schreibstil ist simpel, jugendlich und flüssig. Kurze Kapitel, kurze Abschnitte und kurze Sätze definieren dieses Buch. Die Geschichte wird aus Sicht von Blaire in der Ich-Perspektive erzählt.

Die Charaktere sind recht flach gehalten, auf knappen 250 Seiten bleibt für Tiefgang einfach nicht viel Raum. Dennoch sind sie mehr oder weniger sympathisch und Blaire ist an sich eine angenehme Protagonistin, auch wenn sie sich im Laufe der Geschichte in eine unglaubwürdige Richtung entwickelt. Rush selbst ist unnahbar und undurchsichtig. Er mag die passende Besetzung sein, aber zumindest mein Herz ließ er nicht höher schlagen.

Die Geschichte selbst ist weder anspruchsvoll, noch sonderlich ausschweifend. Man hetzt durch die Seiten, von einem Ereignis zum nächsten und erlebt ein Auf- und Ab der Gefühle in kürzester Zeit. 
 
Die Lovestory ist wirklich nett zu lesen, aber rückblickend total unglaubwürdig. Glines neigt zu solchen Überspitzungen, dass man teilweise schon schmunzeln muss. Die Ü-18 Szenen sind sehr angenehm - es gibt nicht zu viele und nicht zu wenige, sie sind weder langweilig noch überzogen.
 
Alles in allem hat Abbi Glines schlicht ihr Potential ungenutzt gelassen. Ich persönlich fühlte mich gut unterhalten, der Cliffhanger am Ende lässt mich auch nach der Fortsetzung lechzen, allerdings kann ich verstehen, wenn andere Leser unzufrieden sind. Desweiteren empfinde ich die geringe Seitenzahl und das hohe Tempo als Segen, weil ich bei den meisten Büchern dieses Genres über die unnötige Länge mecker.

Fazit

Abbi Glines "Rush of Love - Verführt" ist eine kurze, nette Geschichte für zwischendurch. Die Charaktere sind flach, rückblickend sind ihre Taten und die Handlung an sich teilweise recht unglaubwürdig und überzogen. Dennoch fühlte ich mich gut unterhalten und bin froh, dass man mal nicht mit unnötigen Längen konfrontiert wird. Dank des Cliffhangers kann ich die Fortsetzung kaum erwarten und vergebe für diese Leistung schwache 4/5 Bücher.
 

Die Autorin

© Keith Glines
Abbi Glines, 1977 in Birmingham (Alabama) geboren, schrieb zahlreiche erfolgreiche Fantasy- und Jugendbücher, bevor ihr mit ihren "New Adult"-Romanen der internationale Durchbruch gelang. Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern in Fairhope, Alabama.
 

Die Reihe

Rush of Love Trilogie
  1. Verführt / Fallen too far
  2. Erlöst / Never too far (erscheint im Juli 2013)
  3. ??? / Forever too far (erscheint ???)

Originalcover

© Abbi Glines
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/05/rezension-rush-of-love-01-verfuhrt-von.html

[Rezension] Elvancor 01 - Das Land jenseits der Zeit von Aileen P. Roberts

Das Land jenseits der Zeit: Elvancor 1 - Roman - Aileen P. Roberts

Autorin: Aileen P. Roberts
Dt. Reihentitel: Elvancor Reihe
Dt. Titel: Das Land jenseits der Zeit
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: Goldmann
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 448
ISBN-10: 3442478766
ISBN-13: 978-3-442-47876-7
Preis: 12,99 €

 

 

Inhalt

Lena muss Sozialstunden im Altenheim abarbeiten und findet so ziemlich alles blöd. Der einzige Lichtblick ist Frau Winter, die, obgleich das ziemlich merkwürdig erscheint, Lena durchaus mit ihren Geschichten über das magische Land Elvancor unterhalten kann. Nach ein paar Wochen allerdings findet Lena sie tot auf und mit ihr ein Amulett, das dem aus ihren Erzählungen verdächtig gleicht. Doch damit hört es nicht auf, denn nur kurze Zeit später steht der attraktive, aber unsympathische Enkel von Frau Winter, Ragnar, vor ihrer Tür und überreicht ihr einen Brief, indem Lena von seiner Oma dazu aufgefordert wird, sich um den Isländer zu kümmern und mit ihm einen Schatz zu suchen, der ihnen den Weg nach Elvancor ebnen soll...

Charaktere

Lena ist eine typisches 18-jähriges, verzogenes Gör. Ihr Leben auf dem Land ödet sie an und sie wünscht sich nichts sehnlicher, als in eine Großstadt zu ziehen und mit ihren Freunden zu feiern. Nach einem verhängnisvollen Autounfall ist sie nicht nur ihren Führerschein, sondern auch ihren Freund los. Ihre Eltern haben ihr eingeschränkten Hausarrest erteilt und der Staat Sozialstunden. Alles in allem kotzt sie einfach alles an und in ihrem Leben ist kein Raum für Toleranz - wer nicht so denkt wie sie, ist lächerlich, doof oder keiner weiteren Beachtung wert. Eine Schatzsuche ist zwar eine willkommene Abwechslung, aber für die freie Natur hat sie nichts übrig und Ragnar ist einfach nicht so süß wie Timo. Doch ahnt sie nicht, dass Ragnar ihr auf seine verschrobene Art mehr als nur die Wunder der Natur zeigen kann...
Ragnar ist ein auf den ersten Blick sehr düsterer junger Mann. Seiner Herkunft aus Island geschuldet ist er sehr naturverbunden und auch alten Mythen und Legen steht er offen gegenüber. Für Außenstehende ist er ein Widerspruch in Person, tritt er doch oft unterkühlt und grob auf, wohingegen er Tieren und seiner Oma gegenüber das Verständnis in Person ist. Für Lena ist sein Verhalten ja schlicht unbegreiflich und sie gibt sich auch keine große Mühe, ihn zu verstehen, dabei gibt es weit mehr zu entdecken als nur seltsame Verhaltensmuster...

Eigene Meinung

"Elvancor - Das Land jenseits der Zeit" von Aileen P. Roberts ist der Auftakt zu einer neuen Dilogie im Fantasybereich, bei der ich absolut keine Ahnung habe, was ich davon halten soll.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, leichtgängig und flüssig. Roberts vermittelt wunderbar Bilder und gibt dem Leser das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Die Sprache ist jugendlich und an die jeweilige Situation angepasst. Die Geschichte wird im personalen Erzählstil aus Sicht der Protagonistin, Lena, und zeitweise in kurzen Kapiteln von den Antagonisten, erzählt.
Die Charaktere sind leider ziemlich flach ausgefallen. Selten empfand ich eine Protagonistin als derart unsympathisch, dass ich lieber in die Rolle des teilnahmslosen Zuschauers schlüpfte als mich in sie hinein zu versetzen. Alle Figuren fuhren nur eine Schiene und stagnierten in ihren markantesten Charaktereigenschaften. Oma Gisela ist stets verständnisvoll und für alles zu haben, Lenas Eltern dagegen der reinste Horror. Ihr Exfreund ist der reinste Idiot, Maike schwankt zwischen Eifersucht und Freundlichkeit und so weiter und so fort... dementsprechend einfallslos und langweilig waren auch die Dialoge und die meisten Handlungen waren vorhersehbar. Der männliche Gegenpart, Ragnar, ist sympathisch und durch seine mysteriöse Art interessanter als alle anderen Figuren zusammen, leider wurde seine Undurchsichtigkeit übertrieben, so dass am Ende selbst das unglaubwürdig wirkte.
Die Geschichte selbst ist ganz anders als erwartet / erhofft. Anstatt in das betitelte Elvancor zu reisen, dümpelt die Geschichte im hiesigen Kuhdorf vor sich hin, wo man mit blassen Figuren und einer anstrengenden Protagonistin zu kämpfen hat. Jedes bisschen Magie ist so unauffällig, dass es beinahe deplatziert wird. Man kriegt das Gefühl, dass man auch ganz darauf hätte verzichten können. Von Spannung kann kaum die Rede sein und wer sich eine Jugendbuch-typische Lovestory erhofft, kann lange warten. Normalerweise wäre das für mich ein Grund zur Freude, immerhin sind manche Muster völlig ausgelutscht, allerdings ist der Großteil der Handlung so fad, dass das immerhin ein wenig frischen Wind hinein gebracht hätte.
Nun will ich nicht nur meckern, ich hatte durchaus angenehme Lesestunden, aber der Funke ist einfach nicht übergesprungen. Dabei ist das nicht meine erste Lektüre der Autorin und "Thondras Kinder" konnten mich damals durchaus überzeugen, so hoffe ich also auf die Fortsetzung.
Das Cover ist ansprechend, auch wenn es falsche Hoffnungen weckt und ein wenig "grobkörnig" wird.

Fazit

Aileen P. Roberts "Elvancor - Das Land jenseits der Zeit" ist eine nette Geschichte, die sich leicht lesen lässt. Leider erfüllt sie keinerlei Erwartung, die das Cover, der Titel oder der Klappentext wecken. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Charaktere flach und die Protagonistin unsympathisch. Die Geschichte selbst birgt viel Potential, das hoffentlich in der Fortsetzung ausgeschöpft wird. Somit kann ich nur eine bedingte Leseempfehlung geben, aber jeder sollte sich im Klaren sein, dass man Elvancor selbst erst im Folgeband kennenlernt. Für mich eine mittelmäßige Leistung, die ich mit 3/5 Büchern bewerte.

Die Autorin

© Isabelle Grubert
Aileen P. Roberts ist das Pseudonym der Autorin Claudia Lössl. Ihre Begeisterung für das Schreiben entdeckte sie vor einigen Jahren durch ihren Mann. Als dieser mit der Arbeit an einem Buch begann, beschloss sie, sich ebenfalls als Schriftstellerin zu versuchen. Seither hat sie bereits mehrere Romane im Eigenverlag veröffentlicht, 2009 erschien mit "Thondras Kinder" ihr erstes großes Werk bei Goldmann, danach folgten "Weltennebel" und "Feenturm". Claudia Lössl lebt mit ihrem Mann in Süddeutschland.

Mehr Informationen unter www.aileen-p-roberts.de

Die Reihe

Elvancor Dilogie
  1. Das Land jenseits der Zeit
  2. Das Reich der Schatten
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/05/rezension-elvancor-01-das-land-jenseits.html

[Rezension] Liberty 9 - Sicherheitszone von Rainer M. Schröder

Liberty 9 - Sicherheitszone - Rainer M. Schröder

Autor: Rainer M. Schröder
Dt. Reihentitel: Liberty 9 Dilogie
Dt. Titel: Sicherheitszone
Dt. Erstausgabe: 08/2012
Verlag: cbj
Format: Hardcover
Seitenzahl: 496
ISBN-10: 3570154645
ISBN-13: 978-3-570-15464-9
Preis: 18,99 €

 

 

Inhalt

 

Kendira ist eine Alpha-Elector - eine der Auserwählten, die schon bald für den Erhabenen Dienst im Lichttempel abgeholt werden. Aufgewachsen in Liberty 9, kennt sie nichts anderes als blinden Gehorsam, überdurchschnittlichen Ehrgeiz und eiserne Disziplin. Nie hat sie das System in Frage gestellt, bis zu dem Tag, an dem sie Dante kennenlernt...

 

Charaktere

 

Kendira repräsentiert alles, was das System ausmacht. Sie ist gehorsam, pflichtbewusst, ehrgeizig, sportlich und stellt vor allem keine lästigen Fragen. Gleichzeitig bedeuten ihr aber ihre Freunde genug, um durchaus mal eine Regel so weit zu beugen, dass sie ihren Liebsten retten kann - denn Fehlverhalten wird hart bestraft. Das kommt Dante zugute, der von Kendira bei einem Code-9 Verstoß erwischt wird. Denn so sehr sie die Pflicht ruft, so wenig möchte sie Schuld an irgendjemandes Tod tragen - somit lässt sie ihn ziehen. Aus dem einmaligen Treffen werden mehrere und je mehr Zeit sie mit Dante verbringt, desto mehr beginnt sie zu zweifeln...

 

Dante ist bei den sogenannten Selectionen durchgefallen und somit zu einem Leben als Servant verdonnert. Als solcher ist er nicht viel mehr als ein Sklave, der alle niederen Arbeiten verrichten und die Electoren bedienen muss. Im Gegensatz zu vielen anderen findet Dante sich aber nicht mit seinem Schicksal ab, sondern sucht einen Weg, um der Sicherheitszone zu entfliehen. Er ist intelligent und aufmerksam; er hinterfragt Dinge, die für alle anderen selbstverständlich sind.

 

Eigene Meinung

 

"Liberty 9 - Sicherheitszone" von Rainer M. Schröder ist mit keiner Dystopie vergleichbar, die ich bisher gelesen habe. Man hat weder eine zentrale Liebesgeschichte, noch rasante Actionszenen - dennoch fühlte ich mich gut unterhalten.

 

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, dabei aber durchaus recht anspruchsvoll. Durch die übermäßig ausschweifenden Beschreibungen und die Detailverliebtheit des Autors, kriegt man zwar einen guten Überblick über das Setting, gleichzeitig wird man aber auch seiner eigenen Fantasie beraubt. Das Geschehen wird im personalen Erzählstil aus Sicht von Kendira in der 3. Person erzählt, abgesehen von 3 Kapitel, die von einem unbestimmten Mann erzählt werden. Leider wird das Lesevergnügen durch auffällig viele Tippfehler geschmälert, manchmal sind auch ganze Worte vertauscht - sehr ärgerlich!

 

Die Charaktere fallen allesamt sehr blass aus. Selbst die Protagonistin, deren Gefühls- und Gedankenwelt unmittelbar mit uns geteilt wird, erreicht leider keinen Tiefgang. Die klischeehafte Rollenbesetzung macht das nicht gerade besser, so sind alle Sympathieträger hübsch und die Antagonisten alt, dick oder hässlich.

 

Der Einstieg in die Geschichte fiel nicht leicht, muss man doch erstmal ein wahres Bambordement an Fremdwörtern verarbeiten, die entweder von altbekannten abgeleitet wurden oder eine ganz neue Bedeutung bekommen haben. Hat man das hinter sich gebracht, beginnt das große Warten. Ganz gemächlich und ausführlich lernt man als Leser Liberty 9, die nötigen Figuren und in groben Zügen die dystopischen Gegebenheiten kennen. Verwunderlich dabei ist, dass trotz der detaillierten Beschreibungen noch viel zu viele Fragen offen bleiben. Dabei würde ich wetten, dass einige davon nichtmal im zweiten und letzten Band beantwortet werden, aber das ist reine Spekulation.

 

Trotz des ruhigen Tempos und den nur im geringen Maße vorhandenen Spannungsbogen liest sich die Geschichte gut weg und man will schon wissen, worauf es hinausläuft, denn zumindest ich hatte das Gefühl, den roten Faden suchen zu müssen. Nachdem ich nun mal in Liberty 9 angekommen war, musste ich immer wieder darüber staunen, was für eine komische Mischung aus militärischem Klosterleben und hochmodernem Internat die Sicherheitszone darstellt. Dabei frage ich mich auch jetzt noch, warum der Bezug zum Christentum so in den Mittelpunkt gestellt wurde. Natürlich war auch mir schon nach wenigen Kapiteln klar, dass es frappierende Ähnlichkeiten gibt, aber die zentrale Rolle, die sie unseren zweifelnden Protagonisten zu verdanken hat, erklärt sich mir noch nicht. Auch hier heißt es wohl wieder: abwarten und auf Antworten hoffen.

 

Eine bescheidene Lovestory ist natürlich auch vorhanden, obwohl diese nicht wirklich nennenswert ist. Die Protagonistin selbst sagt, dass es in ihrer Situation wichtigeres gibt als Beziehungsprobleme und da hat sie natürlich recht, trotzdem hätte eine gelungene Liebesgeschichte vielleicht das gewisse, fehlende Etwas sein können. Enttäuschend finde ich, dass die kaum nennenswerten Gefühle trotzdem in einer Dreiecksbeziehung enden. Muss das immer sein?

 

Das Cover empfinde ich als sehr ansprechend und überaus passend für eine Dystopie. Die vorherrschenden Blautöne sprechen mich persönlich natürlich an, immerhin ist Blau nebst Grün meine Lieblingsfarbe, aber das ist ja dann auch wieder Geschmackssache. Nur wunder ich mich natürlich, warum die Frau blond ist, immerhin ist Kendira brünett und vielleicht wäre das Symbol Hyperions aussagekräftiger gewesen, dennoch ist es nett anzusehen.

 

Fazit

 

 

Rainer M. Schröders "Liberty 9 - Sicherheitszone" ist eine eher eigenwillige Dystopie. Die Charaktere fallen allesamt simpel und blass aus, von Action oder ergreifender Spannung kann keine Rede sein. Trotz überausführlichen Beschreibungen beendet man dieses Buch mit mehr offenen Fragen als Antworten und große Gefühle sucht man hier vergeblich. Alles in allem wollte ich schon wissen wie es weitergeht und fühlte mich auch gut unterhalten, doch der Funke ist nicht übergesprungen und letztlich hab ich mehr zu meckern als zu loben. Für diese eher mittelmäßige Leistung vergebe ich darum 3/5 Bücher und hoffe inständig, dass die Fortsetzung so einiges wieder rausreißt.

 

Der Autor

 

 

Rainer M. Schröder, 1951 in Rostock geboren, ist einer der profiliertesten deutschsprachigen Jugendbuchautoren. Mit seinen bis ins kleinste Detail exakt recherchierten und spannend erzählten historischen Jugendromanen begeistert er seit mehr als zehn Jahren seine Leserschaft. Nachdem er viele Jahre ein wahres Nomadenleben mit zahlreichen Abenteuerreisen in alle Erdteile führte, lebt er heute mit seiner Frau in den USA.

 

Die Reihe

 

Liberty 9 Dilogie
 
1. Sicherheitszone
2. Todeszone
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/05/rezension-liberty-9-sicherheitszone-von.html

[Rezension] Enders von Lissa Price

Enders  - Lissa Price, Birgit Reß-Bohusch

Autorin: Lissa Price
Reihentitel: Starters Dilogie
Originaltitel: Enders 
Dt. Erstausgabe: 05/2013
Verlag: ivi
Format: Hardcover
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3492702643
ISBN-13: 978-3-492-70264-5
Preis: 15,99 €

 

Inhalt

 

 

Prime Destinations ist zerstört, doch der Kampf ist noch lange nicht vorbei! Callie muss auf hartem Weg begreifen, dass sie niemals sicher sein wird, solange sie den implantierten Chip trägt, aber eine Entfernung ist unmöglich, bedeutet dies doch den Tod. Nachdem sie wiederholte Male die Stimme des Old Man in ihrem Kopf vernommen hat, muss sie sich entscheiden – vertraut sie einem wildfremden Starter, der ihr Schutz bietet oder liefert sie sich dem Old Man aus, um den Rest ihrer Familie zu retten?
 

 

Eigene Meinung

 

 

Mit „Enders“ hat Lissa Price einen Abschluss gefunden, der ihrer Dilogie würdig ist.

 

 

 

Dabei fiel mir der Einstieg ausgesprochen schwer. Vor allem mit den Charakteren und der Frage, in welchen Verhältnissen sie zueinander stehen, hatte ich meine Schwierigkeiten. Nachdem ich dann aber endlich den Durchblick hatte, ließ mich dieses Buch nicht mehr los.

 

 

 

Mit einem tückisch ruhigen Einstieg lockt uns Callie in ihre Welt, die wir wieder durch ihre Augen aus der Ich-Perspektive erleben dürfen. Der Schreibstil ist flüssig und locker, aber auch irgendwie emotionslos. Ein kurzer Satzbau dominiert das Geschriebene.

 

 

 

Die Charaktere berührten mich ungefähr genauso viel wie der emotionslose Schreibstil. Es gibt genau drei Figuren, denen etwas Tiefgang gewährt ist; traurigerweise ist Callies Bruder in diesem Trio nicht mit eingeschlossen. Figuren kommen und gehen und sind ebenso ersetzbar wie die Bauern auf einem Schachbrett. So kam es dann, dass ich zwar wissen wollte wie die Geschichte ausgeht, aber kein bisschen mitgelitten habe, wenn Callie verletzt wurde. Beim Lesen hat mich das nicht wirklich gestört, rückblickend ist es aber schon schade.

 

 

 

Nach dem eher sanften Start legt Price ein Tempo an, das sowohl im positiven als auch im negativen Sinn „kaum zu fassen“ war. Generell schätze ich ein hohes Tempo bei einer Actionreichen Dystopie, allerdings sollte die Erzählung nicht abgehackt wirken. Überwiegend spielte ich mit dem Gedanken, dass einfach alles „zu schnell“ war. Der Leser kriegt keinen Raum, um sich Gedanken über den weiteren Handlungsverlauf zu machen, sich um die Charaktere zu sorgen oder, in dem Fall dann positiv, zu Atem zu kommen. Es ist irgendwie unbefriedigend, wenn sich jedes Problem scheinbar von allein löst und es entweder zu glatt oder zu vorhersehbar abläuft. Schade!

 

 

 

Die zarte Romanze ist Price dafür außerordentlich gut gelungen. Sie passt sich den Gegebenheiten an und fügt sich nahtlos in das Geschehen ein – so nahtlos, dass man sie fast schon wieder übersehen konnte. Wer sich große Emotionen erhofft, wird auch hier enttäuscht, doch ich persönlich dieses Minimum Romantik perfekt für die Geschichte und das Genre.

 

 

 

Das Ende weckt ebenso ambivalente Gefühle in mir wie der Rest des Romanes. Es ist stimmig, passt zu der Storyline, aber leider nicht zu meinen Wünschen. Es bleiben viele Fragen offen und wenn die Autorin wollte, könnte sie definitiv weiterschreiben. Hoffen wir, dass es bei dem Abschluss bleibt und überlassen wir den Rest unserer Fantasie.
 

 

Fazit

 

 

Lissa Prices „Ender“ ist schlicht der passende Abschluss zu dieser dystopischen Dilogie. Leider empfand ich vieles als ziemlich emotionslos; seien es die Charaktere, der Schreibstil oder die Geschichte selbst, sodass von Mitfiebern in diesem Fall nicht die Rede sein kann. Dennoch fühlte ich mich gut unterhalten und habe dieses recht kurzweilige Lesevergnügen alles in allem doch sehr genossen. Schwache 4/5 Bücher!

Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/05/rezension-enders-von-lissa-price.html

[Neuerscheinungen] Juni 2013

 

Meine Must-Haves

 

 

Weitere Neuerscheinungen

 

 
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/05/neuerscheinungen-juni-2013.html

[Rezension] Mord im Dirnenhaus (Adelina #2) von Petra Schier

Mord im Dirnenhaus. Historischer Roman - Petra Schier

Die Autorin: Petra Schier
Die Reihe: Adelina Reihe
Originaltitel: Mord im Dirnenhaus
Dt. Erstausgabe: 02/2007
Verlag: rororo
Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3499243296
ISBN-13: 978-3-499-24329-5
Preis: 8,99 €

Inhalt

 

Im Dirnenhaus „Zur schönen Dame“ wird eine Leiche gefunden. Die Todesursache ist klar, aber der Tathergang bereitet den Ratsherren Kopfzerbrechen. Um Rat suchend, wendet Herr Reese sich an Adelina, die zwar durchaus gewillt ist, zu helfen, jedoch auf keinen Fall in die Untersuchung mit reingezogen werden will. Dafür hat sie genug Probleme in ihrem eigenen Haushalt. Als jedoch eine zweite Leiche auftaucht, wird Adelina selbst des Mordes bezichtigt und so muss sie auch dieses Mal beweisen, wer der wahre Täter ist…
 

Eigene Meinung

 
Mord im Dirnenhaus“ von Petra Schier war mein erster historischer Roman in diesem Jahr und hat mich wieder daran erinnert, warum ich dieses Genre so mag.
 
Im personalen Erzählstil in der dritten Person wird dem Leser das Treiben im Köln des 14. Jahrhunderts präsentiert. Auch in diesem Buch trifft Schier die Mitte zwischen Authenzität und angenehmen Sprachgebrauch. Viele historische Romane tendieren dazu, trocken und langatmig zu werden, aber hier fliegen die Seiten nur so dahin.
 
Die Charaktere sind individuell und vielseitig. Von ihren Ansichten und Gedanken sind sie der Zeit angemessen und doch scheint gerade die Protagonistin ihrer Zeit voraus zu sein.
 
Die Geschichte ist einfach gelungen. Zu Anfang hatte ich so meine Zweifel, ob ich gut in die Geschichte kommen würde, immerhin hatte ich den ersten Band der Reihe „Tod im Beginenhaus“ noch nicht gelesen. Schnell war aber klar, dass das keinerlei Probleme darstellt, vielmehr wurde man durch die wenigen Anspielungen auf den Vorgängerband nur neugieriger.
 
Adelina ist eine starke Persönlichkeit, die es vor allem den weiblichen Lesern leicht macht, sich in sie hinein zu versetzen. Für die Verhältnisse ihrer Zeit ist sie richtiggehend emanzipiert und ist in einer soliden Beziehung, die auf Liebe beruht. Eine Wohltat für meine Seele! Die Reife und Akzeptanz, die Adelina und ihr Mann Neklas, immer wieder beweisen, sind bewundernswert und steigern mein persönliches Lesevergnügen umso mehr.
 
Die kriminalistischen Stellen machen zwar einen Großteil des Reizes aus, stehen aber weit weniger im Vordergrund als der Leser vermutet. Rückblickend muss ich zugeben, dass ein aufmerksamer Leser den Täter vorzeitig identifizieren kann, allerdings wird das Lesevergnügen nicht mal dadurch geschmälert, weil sich die Geschichte dieses historischen Krimis auch ohne den Krimianteil tragen würde.
 
Das Cover find ich persönlich zwar nicht ansprechend, aber es passt zum Buch und spiegelt einige Aspekte des Romanes wieder.
 

Fazit

 
Petra Schiers "Mord im Dirnenhaus" konnte mich begeistern, obwohl ich nicht einmal den Vorgängerband kannte. Eine starke Protagonistin und vielseitige Nebencharaktere tragen die Geschichte und es wird vor allem den weiblichen Lesern leicht fallen, sich in Adelina hinein zu versetzen. Die Aufklärung des Mordes ist spannend und auch an anderen Stellen wird man überrascht. Frau Schier schafft es, auch diesen historischen Roman authentisch darzustellen, ohne dabei zu überspitzt oder gar trocken zu wirken. 5/5 Bücher!
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/04/rezension-mord-im-dirnenhaus-adelina-2.html

[Rezension] Die Prophezeiung der Seraphim von Mascha Vassena

Die Prophezeiung der Seraphim - Mascha Vassena

Autorin: Mascha Vassena
Originaltitel: Die Prophezeiung der Seraphim
Dt. Erstausgabe: 10/2012
Verlag: Heyne
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 416
ISBN-10:
ISBN-13:
Preis: 14,99

Inhalt

 

Julie lebt zu Zeiten der französischen Revolution in Paris. Als sie in einen aufgeregten Mob gerät, bricht ein blaues Licht aus ihr hervor und beruhigt die Menge. Danach überschlagen sich die Ereignisse – sie findet heraus, dass sie eine Seraph und somit unsterblich ist, dass sie einen Bruder hat und die beiden der Schlüssel zur Allmacht der Seraphim sind. Nachdem grausamen Tod ihrer Pflegeeltern bleibt ihnen nur die Flucht, aber Julie schwört Rache…
 

Charaktere

 

Julie hatte ein glückliches und zufriedenes Leben – bis zu ihrem 15. Geburtstag. Danach steht die Welt Kopf und sie muss beweisen, wie stark und tapfer sie wirklich ist. Durch der konstanten testosterongeladenen Streitereien in ihrer Gruppe wird sie gezwungen, die Führung zu übernehmen und den Jungs zu sagen, wo es langgeht. Dabei bleibt ihr nicht viel Zeit zum Trauern, aber sie muss sowieso erst an ihr Ziel gelangen, denn wenn Julie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, zieht sie das auch durch.
 
Fédéric Guyot ist von Kindesbeinen an Julies bester Freund, aber er will mehr. Er liebt sie so sehr, dass er bereit wäre, für sie zu sterben. Auch er zeichnet sich durch Sturheit, aber vor allem durch seine frechen Sprüche aus. Damit überspielt er aber nur, dass er kein perfektes Leben hatte und sorgt dafür, dass oberflächliche Betrachter ihn stets unterschätzen.
 
Nicolas d’Ardevon ist der Sohn von Seraphim, hat aber selbst keine magischen Fähigkeiten abbekommen. Als Missgeburt war er für seine Mutter nichts wert und das hat sie ihn jeden Tag spüren lassen. Als er Julie sieht wird ihm sofort klar, dass er ihr helfen muss – nicht nur, um die Pläne seiner Mutter zu vereiteln, sondern auch, weil er sich langsam aber sicher in Julie verliebt…
 
Ruben hatte nicht so viel Glück wie seine Schwester. Anstatt bei einer Pflegefamilie unterzukommen, wurde er einem Bauer anvertraut, der ihn zu seinem Leibeigenen machte. So war sein Leben erfüllt von harter Arbeit, wenig Essen und vielen Schmerzen. Nicolas’ Mutter war die erste Person, die je gut zu ihm war und so kann sie ihn völlig um den Finger wickeln…warum sollte er dann auf das apokalyptische Gerede seiner vermeintlichen Schwester hören?
 

Eigene Meinung

 

Die Prophezeihung der Seraphim“ von Mascha Vassena konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, stellenweise aber etwas trocken, was vermutlich an dem zeitgemäßen Sprachgebrauch lag. Authentizität ist für mich sehr wichtig, aber ich denke, dass die vielen französischen Namen und Begriffe für den ein- oder anderen doch ziemlich anstrengend sein können. Ein auktorialer Erzähler schildert das Geschehen, wodurch es mir schwer fiel, einen Bezug zu den Charakteren aufzubauen.
 
An sich sind die Charaktere schon gut gelungen. Sie haben ihre guten und schlechten Seiten, sind keinesfalls zu perfekt, verhalten sich in der Regel ihrem Alter entsprechend…und doch sind viele Reaktionen vorhersehbar, unrealistisch und vor allem nervig. Ich weiß, dass Ruben und Julie unterschiedlich aufgewachsen sind und dass sich ihr Charakter dahingehend geformt hat, aber Ruben ist teilweise einfach missraten. Er versaut immer wieder alles, ist schlicht für Nichts zu gebrauchen. Die Kapitel, die sich um ihn drehten, waren für mich die reinste Qual.
 
Natürlich gab es auch hier eine Dreiecksgeschichte…und die war nervig! Mal küsst sie den Einen, dann fummelt sie mit dem Anderen, sie will beide nicht verletzen, tut es aber doch immer wieder…das Übliche eben. Bedenkt man das Alter war das ganze Theater sowohl melodramatisch als auch lächerlich.
 
Die Geschichte an sich ist ganz nett, letztlich aber der reinste Stilmix. Ein Hauch griechische Mythologie, gemischt mit dem Christentum, garniert mit Symbolen Agyptens. Ich hatte das Gefühl, Vassena hätte sich von allem das rausgepickt, was sie mochte, und dann gut durchgeschüttelt. Irgendwann kam ich kaum noch hinterher und wenn ich ehrlich bin, hat es mich auch gar nicht interessiert. Ich wollte diesen Roman nur noch hinter mich bringen.
 
Der Schluss hat dann das Fass zum Überlaufen gebracht. Ein offenes Ende – musst das wirklich sein? Nachher bedeutet das noch, dass es eine Fortsetzung geben wird…bitte nicht!
 

Fazit

 

Mascha Vassenas „Die Prophezeihung der Seraphim“ mag vielleicht nicht das schlechteste Buch sein, das ich je gelesen habe, aber gut war es nicht. Der Schreibstil ist ganz angenehm, die Charaktere sind nicht schlecht…, aber nervig! Der Genremix war verwirrend, die Dreiecksgeschichte ein Graus. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es dem ein- oder anderen gefällt, aber mein Buch war es nicht. Unzufriedene 2/5 Bücher.
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/03/rezension-die-prophezeiung-der-seraphim.html

[Rezension] Traumsplitter von Tanja Heitmann

Traumsplitter - Tanja Heitmann

Autorin: Tanja Heitmann
Originaltitel: Traumsplitter
Dt. Erstausgabe: 10/2012
Verlag: Heyne 
Format: Hardcover
Seitenzahl: 464
ISBN-10: 3453266129
ISBN-13: 978-3-453-26612-4
Preis: 17,99 €

Inhalt

 

Nach 10 traumlosen Jahren kehrt Ella endlich nach Sandfern zurück. Dort zieht sie in die Villa ihrer verstorbenen Tante, auch wenn diese einer Ruine gleicht. Ihr Neffe Konstantin, alias Kimi, erklärt sich sofort bereit, ihr bei den Renovierungsarbeiten zu helfen, Hauptsache er kommt von seinen gefühlskalten Eltern weg. Ohne deren Unterstützung wird die Renovierung aber auch für Ella zu teuer und sie sucht sich einen Untermieter, der mit anpacken kann.
 
Gabriel läuft die Zeit davon, denn der Dämon, der ihm die Fähigkeit, in Träume zu wandeln, verkauft hat, will eine Nachzahlung. Sein letzter Ausweg ist Bernadette, eine weitere Traumwandlerin, die in Sandfern lebt. Ellas Aushang kommt ihm da gerade recht und er zieht mit in die marode Villa ein, nicht ahnend, dass Ella sein Leben ganz schön aus der Bahn wirft und dass er sie und Kimi in große Gefahr bringt…
 

Charaktere

 

Ella ist Anfang 20 und verdient sich ihr Geld mit der Fotografie. Sandfern, vor allem der Garten ihrer Tante, war für sie immer ein magischer Ort, der ihre Fantasie und ihre Träume angeregt hat. Die 10 Jahre, die sie in Australien verbringen musste, hat sie sich nie heimisch gefühlt. Laut eigener Aussage ist sie dort nie angekommen.
Sie hat ein so fröhliches Gemüt, dass sie sich fast durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Eine Ruine zum Wohnen? Kein Problem, Ella campt einfach im Garten und nimmt die Renovierung als ein Sommerprojekt an. Sie nimmt die Dinge wie sie sind und so verfährt sie auch bei Menschen. Vorurteile kennt sie nicht, selbst die Frau ihres Halbbruders, die Ella abgrundtief hasst, wird zu Feiern eingeladen und nett begrüßt. Sogar die Magie, die Gabriel in ihr Haus bringt, ist ihr willkommen und sie unterstützt ihn so gut sie kann.
 
Gabriel ist ein heißer Sunnyboy. Er sieht so gut aus, dass er sich nahezu jede Frau zu Willen machen kann und Fortuna ist ihm in all den kleinen Dingen im Leben stets wohl gesonnen. Dafür ist sein Leben als Ganzes so verkorkst, dass es kaum in Worte zu fassen ist. Aus Langeweile hat er sich auf einen Pakt mit dem Teufel eingelassen und dafür einen Teil seines Selbst verloren. Jetzt ist abhängig von der Welt der Träume, die ihren Tribut einfordert, sonst wird er in 1000 Splitter zerspringen. Durch Ella und Kimi wird ihm erst bewusst, dass ihm etwas fehlt, nur leider ist es fast schon zu spät…
 
Kimi ein krasser Teenager, in einer sehr schlimmen Findungsphase. Er kann sich nicht entscheiden, ob er auf Frauen oder Männer steht, ob er selbst lieber eine Frau sein will...durch die Abweisung seiner Eltern wird das natürlich alles nur verstärkt. Seine Tante Ella ist ihm sehr wichtig – sie akzeptiert ihn so wie er ist und liebt ihn bedingungslos. Sie ist seine Stütze und die Einzige, die ihm helfen kann…
 

Eigene Meinung

 

"Traumsplitter" von Tanja Heitmann ist ein wahrhaft einzigartiges Buch. Das Cover hat mich direkt verzaubert – obwohl ich normalerweise vehement gegen Pink vorgehe! Die Kombination aus Silber und Pink empfinde ich dafür aber als richtig hübsch und im Regal ist es definitiv ein Eyecatcher. Ohne Schutzumschlag dominiert die „Mädchenfarbe“, immerhin wird man mit einem silbernen Lesebändchen entlohnt. Schade, dass sich das so schnell ausgefranst hat…
 
Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler in der dritten Person wiedergegeben, der mal dem einen, mal dem anderen Charakter Raum gibt. Selbstredend begleitet man hauptsächlich Ella und Gabriel, aber auch Kimi, seine Eltern und Ellas beste Freundin, Nora, darf man näher kennen lernen. Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und humorvoll. Beschreibungen muss man nicht missen und Frau Heitmann weiß definitiv wie man für die passende Atmosphäre sorgt.
 
Das kleine Küstenstädtchen Sandfern wurde mit so viel Liebe erschaffen, dass der Funke einfach auf den Leser überspringen muss. Die marode Villa mit dem verwilderten Garten hat einfach Charakter und einen ganz eigenen Charme, der mich für sich gewinnen konnte. Ich würde sofort einziehen!
 
Die Charaktere konnten mich vollends begeistern. Sie waren so authentisch und gut beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, sie persönlich zu kennen. Das Aussehen der verschiedenen Figuren war für mich so nebensächlich wie es auch in der Realität sein sollte. Hat es mich am Anfang noch gestört, dass die Protagonistin mit einer knabenhaften Figur versehen wurde und allgemein wie ein Teenager aussehen sollte, so trat das im Laufe der Geschichte in den Hintergrund – ihre Persönlichkeit war so strahlend schön, dass sie selbst mit der Zeit in meiner Vorstellung immer hübscher wurde. Gabriel mit seinem umwerfenden Aussehen hatte so gar nichts mit den klischeebehafteten, perfekten Helden gemein, mit dem man ihn zu Anfang automatisch assoziiert hat. Und Kimi…ach, Kimi war mein persönlicher Held! Erschien er mir zu Anfang noch wie der wahr gewordene Alptraum einer jeden Mutter, so wuchs er mir im Nachhinein immer mehr ans Herz. Er brachte Leben in die Villa und war oft derjenige, der den Stein ins Rollen brachte. Alles in allem brillieren die Figuren mit ihren Makeln und dem Facettenreichtum ihrer Persönlichkeiten.
 
Die Handlung ist schwer zu beschreiben. Den Großteil des Buches geschieht nicht wirklich viel. Die zwischenmenschliche Ebene ist hier von Bedeutung und darunter leidet die Spannung. Ich selbst empfand das nicht als schlimm. Es gefiel mir in Sandfern und ich fühlte mich „in“ der Geschichte sehr wohl. So komisch das jetzt auch klingt, aber die Traumwandel-Thematik hat mich an dem Roman am wenigsten interessiert…das hätte ich natürlich selbst nicht geglaubt, war das ja genau das, was mich am Klappentext so gereizt hat. Die Situation war zeitweise aber so ausweglos, dass ich gar nicht wissen wollte wie es ausgeht – bin nun mal ein Happy End Liebhaber…
Davon abgesehen war der letzte Abschnitt auch ziemlich verwirrend. Mal abgesehen davon, dass ich müde war, waren manche Abschnitte in der Traumwelt so seltsam beschrieben, dass ich nicht mehr durchgeblickt habe. Das macht irgendwie keinen Spaß, nicht zu wissen, was da gerade genau passiert bzw. wie es gerade passiert.
 

Fazit

 
Tanja Heitmanns „Traumsplitter“ ist ein sehr spezielles Buch, das nicht Jedermanns Geschmack treffen wird. Die Atmosphäre und vor allem diese fantastischen Charaktere konnten mich begeistern, leider schlug die Traumwandel-Thematik bei mir nicht an. Trotzdem hab ich mich in der Geschichte wohl gefühlt und wer mal Lust auf etwas Ruhiges hat, wird auch seinen Spaß haben. 4/5 Bücher!
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/03/rezension-traumsplitter-von-tanja.html

[Rezension] Halo von Alexandra Adornetto

Halo - Katharina Naumann, Christiane Steen, Sonja Fiedler-Tresp, Alexandra Adornetto

Autorin: Alexandra Adornetto
Originaltitel: Halo
Dt. Erstausgabe: 03/2012
Verlag: rororo
Format: Hardcover
Seitenzahl: 560
ISBN-10: 3499216000
ISBN-13: 978-3-499-21600-8
Preis: 17,95 € 

Inhalt

 

 

Bethany, Gabriel und Ivy wurden von Gott auf die Erde gesandt, um das Gute nach Venus Cove zurück zu bringen. Dafür müssen sich die drei Engel als Menschen ausgeben und unter sie mischen, ohne dabei „zu menschlich“ zu werden. Für Gabriel und Ivy ist das kein Problem, existieren sie doch schon seit Anbeginn der Zeit. Beth dagegen, mit ihren gerade mal 17 Jahren, kriegt gar nicht genug von der Erde und dem Leben der Menschen. Nicht nur, dass es ihr viel zu gut gefällt, sie entwickelt auch noch Gefühle für Xavier, einen Jungen aus ihrer Stufe. Nachdem sie ihm sagt, was sie wirklich ist, bricht die Hölle los…
 

 

Charaktere

 

 

Bethany Rose Church ist ein Kleinkind im Vergleich zu den meisten anderen Engeln. Umso erstaunlicher ist es, dass sie für eine Mission auf der Erde ausgesucht wird. Ihr Bruder, Erzengel Gabriel, hatte so seine Bedenken und Beth ist keine große Hilfe, wenn es darum geht, diese zu zerstreuen. Sie meint es nicht böse, aber das menschliche Dasein ist für sie schnell interessanter als das Leben im Himmel. Sie ist menschlicher als je ein Engel vor ihr – wen wundert es da, dass sie sich auch noch verliebt?

 

 

 

Gabriel hat als Erzengel die Ewigkeit als Gottes Krieger in nächster Nähe zu ihm verbracht. Er ist weise, erfahren und kampferprobt. Die Menschen sind seine Schützlinge, es ist ihm eine Freude, ihnen zu helfen, aber mit ihnen leben? Sich mitten in das Gewusel stürzen? Das ist ihm zuwider, lieber würde er zig Schlachten schlagen. Umso schwerer fällt es ihm, sich mit Beths Veränderungen abzufinden…

 

 

 

Ivy ist eine ätherische Schönheit, voll Anmut und Weisheit. Sie ist eine Heilerin und als solche das sanfte Gegenstück von Gabriel. Für sie sind die Menschen wie Kinder, aber es macht ihr Spaß, Zeit mit ihnen zu verbringen. Sie liebt es, alles Mögliche auszuprobieren und entdeckt die verschiedensten „Talente“ an sich. Ivy steht Beth mit Rat und Tat zur Seite, auch wenn sie selbst nicht genau verstehen kann, warum Beth so anders ist.

 

 

 

Xavier sieht nicht nur gut aus, er hat auch einiges im Kopf. In seiner Position als Schulsprecher blüht er förmlich auf – Verantwortung zu übernehmen, ist für ihn selbstverständlich. Er ist nie um eine diplomatische Antwort verlegen und stets für jeden da. Er ist furchtlos und stark, aber auch liebe- und humorvoll. Ein Mann zum Anschmachten und der ideale Partner für die ungestüme, unerfahrene Beth.
 

 

Eigene Meinung

 

 

Halo“ von Alexandra Adornetto ist eine wunderschöne Lovestory, die leider nicht das bieten kann, was der Klappentext verspricht.

 

 

 

Der Einstieg fiel geradezu unnatürlich leicht. Meiner Meinung nach wäre die erste Szene ein perfekter Serieneinstieg gewesen. Ich hatte ganz klare Bilder im Kopf, dazu die Erzählstimme, die aus Sicht von Beth in der Ich-Form die Geschichte wiedergibt. Die Erzählform ist geradezu perfekt gewählt. Anders hätte man dem Leser niemals vermitteln können wie sich diese Mission auf die Engel auswirkt. Tatsächlich konnte Adornetto mir damit die himmlischen Wesen ein kleines Stückchen näher bringen. Ein Fan werde ich trotzdem nie.

 

Der Schreibstil ist locker und leicht, der Sprachgebrauch modern und stimmig. Das tröstet allerdings nicht darüber hinweg, dass nicht wirklich viel passiert. Man muss sich darauf einstellen, dass die Geschichte von Beth Gedanken lebt.

 

 

 

Den Charakteren haften zu Anfang alle möglichen Klischees an, vor allem den Schülern der Highschool. Nach und nach gewinnen zumindest die Protagonisten mehr Tiefe, wobei Xavier und Beth ziemlich geradlinig sind. Gabriel und Ivy stecken da schon eher voller Überraschungen und nach meiner anfänglichen Antipathie ihnen gegenüber, sind sie mir mittlerweile teilweise sympathischer als Beth. Besonders neugierig bin ich, inwiefern und ob Gabriel sich noch verändern wird.

 

 

 

Xavier und Beth sind zusammen ein schönes und harmonisches Paar. Vor allem Xavier versüßt mir mit seinen humorvollen Kommentaren die Lesezeit. Ich finde es gut, dass hier auf die üblichen Dramen verzichtet wird und die beiden eine konstante Beziehung führen. Das macht es noch viel überraschender, dass mir das Gesülze der beiden nicht zu den Ohren raus kam, obwohl mehrere hundert Seiten eigentlich nichts anderes passiert.

 

 

 

Wie bereits erwähnt, bietet die Geschichte bis kurz zum Schluss nichts anderes als Romantik, Kitsch und himmlische Diskrepanzen. Fairerweise muss man Adornetto zugute halten, dass sie das Himmlische gekonnt mit dem Menschlichen vereint hat. Das war zu Anfang auch das Spannendste denn danach wartet man circa 300 Seiten darauf, dass endlich das versprochene Böse kommt.

 

 

 

Es kommt dann auch, und zwar als Inbegriff eines Klischees. Eine versuchte Dreiecksgeschichte, die, Gott sei Dank, im Keim erstickt wurde, geschworene Rache, ein lascher Showdown, der nur bewiesen hat, dass die Böse immer stärker sind, nur um trotzdem zu verlieren. Warum? Warum können nicht auch mal die Guten was auf dem Kasten haben?
 

 

Fazit

 

Alexandra Adornettos „Halo“ ist eine nette Lovestory, von der man sich nicht zu viel versprechen darf. Die Beziehung ist schön und stabil, aber das große Knistern darf man nicht erwarten. Der Kampf von Gut und Böse ist ein Witz und eigentlich kaum erwähnenswert. Alles in allem ein wahrhaft mittelmäßiges Buch, wobei ich belohnen muss, dass Adornetto mich nicht zu Tode gelangweilt hat, obwohl mehrere hundert Seiten NICHTS passiert. Ich hoffe auf die Folgebände. 3/5 Bücher.

 

Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/03/rezension-halo-von-alexandra-adornetto.html

[Rezension] Hades von Alexandra Adornetto

Hades  - Alexandra Adornetto

Autorin: Alexandra Adornetto
Originaltitel: Hades
Dt. Erstausgabe: 11/2012
Verlag: rororo
Format: Hardcover
Seitenzahl: 496
ISBN-10: 3499216019
ISBN-13: 978-3-499-21601-5
Preis: 17,95 €

Inhalt

 
Xavier und Beth genießen ihr Glück, alles scheint zu gut, um wahr zu sein. Dass sich diese lasch ausgesprochene Befürchtung bewahrheiten soll, ahnen sie trotzdem nicht. Durch einen fiesen Trick gelingt es Jake, Beth in die Hölle zu entführen. Dort gibt er sich größte Mühe, ihre Zuneigung zu gewinnen. Nachdem sich seine Bemühungen als wirkungslos entpuppen, droht er, Xavier umzubringen, sodass Beth einen furchtbaren Handel eingeht…
 
 

Eigene Meinung

 
Nachdem sich „Halo“ rückblickend als buchstäblich ereignislos entpuppt hat, ging ich eher lustlos an „Hades“ heran. Umso größer war meine Überraschung als ich plötzlich weniger interessiert, als richtiggehend gefesselt war.
 
Am Schreibstil hat sich natürlich nichts verändert. Nahtlos knüpft die Geschichte an ihren Vorgänger an, auch die Perspektive ändert sich nicht. Dafür nimmt die Handlung an Tempo auf und – man will es gar nicht glauben – es passiert was!
 
Der Hades ist ein interessanter Schauplatz, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass die Autorin das Ganze ins Lächerliche gezogen hat. Während das Königreich des Himmels im reinsten Glanz erstahlt, komplex und strukturiert ist, wird die Hölle modernisiert und Luzifer als ein möchtegern Cowboy dargestellt, der „Opa Luzi“ genannt wird – ernsthaft?
 
Charaktertechnisch hat sich einiges getan. Während Beth im Hades vor sich hinschmort und vor Sehnsucht vergeht, schließen sich Gabriel und Ivy mit Xavier und Molly (!) zusammen, um Beth zu befreien. Dabei erhalten sie unerwartet Hilfe vom Erzengel Michael, der definitiv eine Klasse für sich ist. Dass Molly dabei ist, weckt bei mir ziemlich widersprüchliche Gefühle. Zum Einen ist es gut, spielt sie doch eine zentrale Rolle, andererseits ist sie so nervig! Wie dumm kann ein Mädchen denn sein? Und warum gibt sich die natürliche Beth eigentlich generell mit den Highschool Girlies ab? Das hab ich schon im ersten Band nicht verstanden.
Allerdings bringt Molly Gabriel dazu, sich von einer anderen Seite zu zeigen und das wiederum finde ich spannend. Ich hoffe sehr, dass das im finalen Band nicht untergeht.
 
Die Geschichte ist eine klare Steigerung zum Vorgänger. Sie war frischer, spannender und temporeicher. Die 400 Seiten vergingen wie im Flug und ich war motiviert genug, um sofort zum dritten Band zu greifen.
Schade war nur, dass alles so glatt ging…die einzigen Hindernisse auf ihrem Weg waren berechenbar und leicht zu überwinden. In der Hölle gab es zwar Versuche, Beth zu schaden, aber letztlich hat sie nicht mal einen Kratzer. Ganz ehrlich, ich hab schön härtere Disneyfilme gesehen.
 

Fazit

   
   
Alexandra Adornettos „Hades“ ist eine gelungene Fortsetzung, die „Halo“ bei weitem  übersteigt. Manche Charaktere entwickeln sich weiter, können sich von einer anderen Seite zeigen und andere betreten das erste Mal die Bühne. Die Atmosphäre in der Hölle hatte einen ganz eigenen Charme, leider wurde das Böse leicht ins Lächerliche gezogen, wodurch an Spannung verloren ging. Das faszinierende hierbei ist, dass es wirklich spannende Stellen gab und man tatsächlich von einer Handlung sprechen kann. Die offensichtliche Steigerung wird belohnt – 4/5 Bücher!
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/03/rezension-hades-von-alexandra-adornetto.html

[Rezension] Heaven von Alexandra Adornetto

Heaven  - Alexandra Adornetto

Autorin: Alexandra Adornetto
Originaltitel: Heaven
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: rororo
Format: Hardcover
Seitenzahl: 448
ISBN-10: 3499216027
ISBN-13: 978-3-499-21602-2
Preis: 17,95 €

 

Inhalt

 
Beth und Xavier sind wieder glücklich vereint. Um das auch offiziell zu machen, brennen sie durch und heiraten heimlich. Natürlich bleibt das nicht ohne Folgen und schon bald befinden sie sich auf der Flucht.
Auf der Flucht vor den himmlischen Heerscharen und Luzifer, der Rache für seinen toten Sohn fordert…
 

Eigene Meinung

 
Heaven“ von Alexandra Adornetto ist der passende und vorhersehbare Abschluss dieser „himmlischen“ Trilogie.
 
Auch der finale Band knüpft ohne größeren Zeitsprung an den Vorgänger an. Der gewohnt locker leichte Schreibstil lädt zum Lesen ein und die Geschichte beginnt ziemlich vielversprechend.
Xavier und Beth wollen aller Welt beweisen, dass sie zusammen gehören und gehen den Bund der Ehe ein. Natürlich werden dabei alle unguten Gefühle ignoriert, das warnende Erdbeben, bei dem beinahe der Verlobungsring abhanden gekommen wäre, erst recht.
 
Danach sind Himmel und Hölle hinter den beiden her – das klingt doch nach Action, oder? Tja, falsch gedacht. Frau Adornetto versucht, Spannung aufzubauen, aber bei mir sprang der Funke schlicht nicht über.
 
Die Protagonistin geht völlig in der Rolle der Egoistin auf und alle anderen Figuren haben darunter zu leiden. Eine unüberlegte Entscheidung folgt auf die andere und lässt den Leser kopfschüttelnd zurück. Anderen Charakteren werden Nebenrollen gewährt, die vielversprechend anmuten und dennoch alle im Sand verlaufen. Zum Schluss musste ich mich ernsthaft fragen, was das alles sollte. Das Traurige daran ist, dass es dabei ausgerechnet um die Figuren ging, die dem kritischen Leser ans Herz wachsen werden. Leider, leider dreht sich ja alles um Beth. Da ist es ja fast kein Wunder, dass sie die reinste Egoistin ist.
 
Ich muss gestehen, dass es einige wenige Szenen gab, die den alten Trott aufgefrischt haben und mich sogar zum Schmunzeln bringen konnten. Dafür überwogen die langweiligen Szenen und die großen Wendepunkte, die einfach nur lächerlich waren.
 
Habe ich im ersten Band noch gemeckert, dass einfach nichts passiert ist, bin ich hier einfach nur fassungslos, dass dieser Band trotz – oder wegen? - der vorhandenen Handlung, tausendmal schlechter ausfällt. Ich hatte das Gefühl, dass Frau Adornetto zeitweise ohne Sinn und Verstand geschrieben hat. Ich könnte Euch tausend Beispiele nennen, aber Spoiler sind hier auch keine Lösung.
Immerhin gefällt mir die Farbgebung des Covers – immerhin ein Pluspunkt.
 

Fazit

 
Alexandra Adornettos „Heaven“ rundet diese Trilogie lückenhaft ab. Im Gegensatz zum ersten Band passiert sogar richtig viel, leider sprang bei mir kein Funke über. Die Charaktere verblassen neben dem strahlenden Egoismus der Protagonistin Beth, während ihre vielversprechenden Nebenhandlungen im Sand verlaufen. Es gab keine Szene, die mich nicht aufgeregt hätte… für mich schlicht der schlechteste Band der Trilogie. 2/5 Bücher!
 
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/03/rezension-heaven-von-alexandra-adornetto.html

[Rezension] Lamento - Im Bann der Feenkönigin von Maggie Stiefvater

Lamento - Im Bann der Feenkönigin - Maggie Stiefvater

Autorin: Maggie Stiefvater
Originaltitel: Lament
Titel: Lamento - Im Bann der Feenkönigin
Dt. Erstausgabe: 09/2009
Verlag: Droemer Knaur (ehemals PAN) 
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3426283719
ISBN-13: 978-3-426-28371-4
Preis: 9,99 €

Inhalt

Deirdre ist eine talentierte Musikerin. So talentiert, dass sie das Feenvolk auf sich aufmerksam macht. Allerdings ist diese Art von Aufmerksamkeit etwas, das sich niemand wünschen würde. Das "schöne Volk" sendet nämlich ihren Meuchelmörder aus, um Dee zu töten. Aber was passiert, wenn dieser sich in sein Opfer verliebt?
 

Die Protagonistin

Deirdre ist Harfenistin und dabei so talentiert, dass ihr Leben nur aus, von der Mutter organisierten, Auftritten besteht. Allerdings ist jeder Auftritt für Dee die reinste Qual, denn ihr Lampenfieber zwingt sie jedes Mal dazu, sich vorher zu übergeben. Dass das allgemein bekannt ist, macht die Demütigung nicht besser. 
 
Sie ist eine natürliche Schönheit, die sich selbst als unscheinbar erachtet und es genießt, in der Masse unterzugehen. Durch diese "Unsichtbarkeit" hat sie gelernt, ihre Umgebung aufmerksam zu beobachten und hat auf diese Weise viel über andere und allgemeine Fertigkeiten erfahren. Sie hört genau zu und überlegt sich zweimal, was sie sagt.  
 

Eigene Meinung 

"Lamento - Im Bann der Feenkönigin" von Maggie Stiefvater bietet alles, was eine Geschichte über Feen benötigt.
 
Nachdem mich "Rot wie das Meer" so für sich begeistern konnte, lag meine Messlatte ziemlich hoch. Wie erhofft / erwartet hatte Stiefvater kein Problem damit, diese zu erreichen. 
 
Ihr fesselnder Schreibstil schlug mich sofort in seinen Bann, auch wenn dieser doch ganz anders als gewohnt war. Die Ausdrucksweise ist jugendlicher und vor allem viel direkter. Die Gefühle sind nicht impliziert, sondern offensichtlich. Aus Sicht der Protagonistin, Deirde, erlebt man das Drama einer Teenagerliebe, im Zusammenhang mit dem verqueren Verhalten der Feen, hautnah.
 
Die Charaktere sind ihr gut gelungen, allerdings konzentriert sich Stiefvater extrem auf die Protagonistin. Selbst die wichtigeren Nebencharaktere erscheinen recht undurchsichtig und handeln oft unerklärt. Das war ein bisschen schade, denn viele Charaktere waren recht liebenswert oder einfach interessant. Bei anderen wiederum wären meiner Meinung nach einige Erklärungen wirklich nötig gewesen!

Die Geschichte ist überraschend anders und doch dem Feenmythos angemessen. Wieder einmal verknüpft Stiefvater Gegenwart und Mythos auf eine einzigartige Weise und lässt ihrer Fantasie freien Lauf. 
Es gibt eine leicht erkennbare Spannungskurve, auch wenn der Grundtenor eher seicht ist. Dass die Musik eines der Hauptthemen ist, ist nicht weiter überraschend. Für mich ist es nur nicht leicht, mich darauf einzulassen. Ich kann selbst kein Instrument spielen, noch Noten lesen und war in meiner Vorstellungskraft dann doch stark eingeschränkt. Gleichzeitig habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht als die Musik hören zu können, die die ganze Zeit beschrieben wird. Ein Soundtrack zum Buch wäre schön!

Die Liebesgeschichte ist nichts Neues, aber angenehm zu lesen. Umso überraschender dann das Ende, das mich zutiefst berührt hat!

Die Cover der zweiten Auflage finde ich ganz toll - so schlicht und doch so passend! Auch der Titel, der sich buchstäblich im Roman wieder findet, ist sehr gelungen.

Fazit 

Maggie Stiefvaters "Lamento - Im Bann der Feenkönigin" war vielleicht nicht perfekt oder annähernd so umwerfend wie "Rot wie das Meer, dafür aber unterhaltsam. Es ist eine ruhige Geschichte, voller Poesie und doch soviel jugendlicher als ich erwartet habe. Ein paar Erklärungen hinsichtlich einiger Charaktere fehlten mir, dafür war der Mythos umso logischer. Eine gute Leistung mit einem erstaunlichen Ende - 4/5 Bücher!
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/03/rezension-lamento-von-maggie-stiefvater.html

[Rezension] Ballade - Der Tanz der Feen von Maggie Stiefvater

Ballade - Der Tanz der Feen: Roman - Maggie Stiefvater

Autorin: Maggie Stiefvater
Originaltitel: Ballad
Titel: Ballade - Der Tanz der Feen
Dt. Erstausgabe: 06/2012
Verlag: Droemer Knaur (ehemals PAN) 
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 359
ISBN-10: 3426283727
ISBN-13: 978-3-426-28372-1
Preis: 9,99 €

Inhalt

 

James und Deirdre wechseln an die Thornking Ash Highschool, wo sie so mit ihrer Musik beschäftigt sind, dass sie kaum noch Zeit füreinander haben. Nebenbei müssen sie aber auch noch einiges von dem verarbeiten, was sie so im Sommer erlebt haben. Währenddessen trifft James auf Nuala, einer Muse, die ihm Brillanz im Austausch einiger seiner Lebensjahre anbietet. Trotz des verlockenden Angebotes bleibt er standhaft, allerdings schützt ihn das nicht vor der Liebe…
 

Der Protagonist

 

James ist ein brillanter Dudelsackspieler, der Beste im ganzen Staat. Dennoch ist er mit seinem Können unzufrieden und will immer MEHR. An der Schule fühlt er sich wie der größte Außenseiter, allein schon deshalb, weil er der einzige Sackbläser ist. Seine Liebe zu Deirdre bleibt weiterhin unerwidert, was seiner Zwangsneurose, sich alles Mögliche auf die Hand zu schreiben, nicht gerade förderlich ist. Er ist charmant, mutig und der Witzbold vom Dienst – nie ist er sich für einen Gag zu schade und sein Sarkasmus ist unübertroffen.
 

Eigene Meinung

 

Ballade – der Tanz der Feen“ von Maggie Stiefvater ist so anders als sein Vorgänger und auch besser.
 
Der Einstieg fiel mir zu Anfang nicht leicht, wurde man doch gleich mit zwei neuen Perspektiven konfrontiert. Zum einen wird die Geschichte in der Ich-Form von James erzählt, zum anderen von Nuala. Diese sich immer wieder kreuzenden Handlungsstränge bieten viel Potential und bauen eine ganz eigene Art von Spannung auf, außerdem bleibt so James Gegenstück nicht so flach wie damals Deirdres. Schade nur, dass Dee dafür viel zu kurz kommt. Die einzige ihr zugedachte Rolle manifestiert sich durch SMS-Entwürfe ihrerseits und einige kurze Gastauftritte. Dass man sogar nichts darüber erfährt, was in den letzten zwei Monaten nach „Lamento“ passiert ist und wie die vorher liebgewonnene Protagonistin mit der Situation klar kommt, ist ziemlich schade – spielt aber zum Schluss eine große Rolle für den Showdown.
 
Ich würde nicht sagen, dass die Charaktere besser gelungen sind. Der doppelten Perspektive haben wir es zu verdanken, dass diese mehr Tiefgang entwickeln können. James humorvolle Art und Nualas Kratzbürstigkeit muss man aber einfach gern haben – zusammen ergeben sie (leider) ein viel schöneres Ensemble als Luke und Deirdre. Immerhin gibt es einige interessante Nebenrollen, vor allem Sullivan hat es mir angetan. Wer wünscht sich nicht so einen Lehrer? Dennoch bleiben auch im zweiten Band viele Fragen bezüglich der Motive und Hintergründe offen.
 
Die Geschichte ist dafür umso spannender. Es passiert so viel, dass man leicht den Überblick verlieren könnte. Dabei wird die Spannung nur langsam und kontinuierlich gesteigert.  Die Feenwelt entpuppt sich als verwirrender als zuvor, dafür konnte Nualas Wissen ganz neue Perspektiven ermöglichen. Einige Zusammenhänge versteht man sogar ein bisschen besser.
 
Die Musik stand ironischerweise nicht ganz so extrem im Vordergrund. Sie war zwar allgegenwärtig und relevant, aber drum herum gab es genug anderes zu bestaunen. Da ich aber eine Dudelsackliebhaberin bin, wünschte ich mir umso mehr, die Musik wirklich zu HÖREN.
 

Fazit

 

Maggie Stiefvaters „Ballade – Der Tanz der Feen“ ist ganz anders als „Lamento“ und auch viel besser. Die Geschichte ist temporeicher und spannender. Neue Perspektiven lassen die Charaktere plastischer erscheinen als zuvor, leider ging die Protagonistin des ersten Bandes irgendwie unter. Anstatt die noch offenen Fragen zu beantworten, wurden weitere aufgehäuft. Gleichzeitig durfte man die Feenwelt ganz neu erleben. Schwache 5/5 Bücher mit der Hoffnung auf Band 3!
Quelle: http://ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/2013/03/rezension-ballade-der-tanz-der-feen-von.html